Darknet-Scans und Dark Web Monitoring: Im Schattenreich der Bösewichte!

16. Mai 22

Darknet-Scans und Dark Web Monitoring: Im Schattenreich der Bösewichte!

Der illegale Trade mit Geschäftsdaten ist schon lange ein blühendes Milliardengeschäft. Mit dem Ziel, dass geklaute Geschäftsdaten Unternehmen nicht zum Dilemma werden, sind besonders Dark Web-Überwachungstools und Darknet-Scans, die das Deep Web ebenso wie das Dark Web automatisiert und simultan nach frei gelegten oder aber gestohlenen Geschäftsdaten durchkämmen notwendig. Was genau das Dark Web bedeutet und warum es sich für Unternehmen lohnt Dark Web-Überwachungstools und Darknet-Scans einzusetzen, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Sei es Datendiebstahl, Identitätsmissbrauch oder Markenpiraterie – jene Bedrohungen, welche von Internetkriminellen kommen, sind inzwischen überall vertraut. Was etliche Firmen allerdings verkennen: Internetkriminelle sind nicht einzig im Clear Web, dem sichtbaren Part des Webs tatkräftig. Auch im versteckten Teil des World Wide Web, dem Deep Web und dem Dark Web, gehen sie ihren kriminellen sowie betrügerischen Aktivitäten nach. Besonders begehrt ist angesichts dessen der verbotene Deal mit Geschäftsdaten.

Aktuell werden dem aktuellen Report von Digital Shadows gemäß, mit über 15 Milliarden Benutzer-Passwort-Kombinationen auf verbotenen Marktplätzen im Dark Web getradet. Im Ganzen wurden zwei Millionen E-Mail-Adressen und Benutzernamen ermittelt, die mit Schlüsselabteilungen von Betrieben wie die Buchführung oder das Controlling in Verknüpfung stehen.

Ferner hat eine Erfassung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, kurz GDV, im Juni 2020 herausgefunden, dass mittlerweile von jedem zweiten mittelständischen Betrieb vertrauliche Geschäftsdaten beispielsweise geschäftliche E-Mail-Namen mit den passenden Kennwörtern im Dark Web zirkulieren.

Weil mittlerweile so gut wie täglich gestohlene Geschäftsdaten in das Dark Web hineingelangen,
wäre eine präzise und professionelle Rund-um-die-Uhr-Kontrolle digitaler Geschäftsdaten nötig – insbesondere in den dunklen Ecken des World Wide Web.

Ort der Anonymität, Meinungsfreiheit – und der Internetkriminalität!

Um ein generelles Verständnis für den Aufbau des Internets zu bekommen, kann man das Netz grob in drei Gebiete aufteilen: das Clear Web bzw. Surface Web, das Deep Web oder Hidden Web und das Dark Web.

Das Clear Web ist der Teil des Internets, auf dem sich die meisten Nutzer bewegen. Dies macht circa rund zehn Prozent des gesamten Internets aus und beinhaltet die Onlineseiten und Seiten, die mithilfe Suchmaschinen wie Google, Safari bzw. Firefox gefunden werden können. Damit alle Onlineseiten listen zu können, kommen so bezeichnete Webcrawler zur Anwendung, die sich von Weblink zu Link hangeln und dadurch jeden Tag Millionen neuer Webseiten und Inhalte erkunden.

Im Gegenteil dazu beinhaltet das Deep Web mit neunzig Prozent den größten Teil des Internets. Das Deep Web besitzt alle Onlineseiten und Seiteninhalte, die von den meisten Suchmaschinen nicht ausfindig gemacht werden können – und die in dutzenden Fällen nicht für alle ohne weiteres zugreifbar sind. Dies können beispielsweise Firmendatenbanken, Zugänge zu Bankkonten, E-Mail-Accounts sowie Social-Messaging-Konten oder Streaming Server darstellen.

Das Dark Web dagegen bleibt ein kompakter Bereich des Deep Webs. Er ist vorerst für seine Anonymität und so bezeichneten Hidden Dienste bekannt, welche ausschließlich für Nutzer erreichbar sind, diese die Darknet-Adresse kennen bzw. von den Dark Web-Dienst-Anbietern explizit eingeladen sind.

Technisch betrachtet setzt sich das Dark Web aus verschiedenen Peer-to-Peer-Netzwerken zusammen, welche auf der Infrastruktur des Webs betrieben werden. Die Funktionsweise der Netzwerke kann sich natürlich unterscheiden, aber den meisten gemein ist jedoch, dass der Zugang zum Dark Web alleinig mit spezieller Anonymisierungssoftware sowie Verschlüsselungssoftware realisierbar ist.

Eines der populärsten Anonymisierungsnetzwerke für das Darknet ist das TOR-Netzwerk. TOR steht für „The Onion Routing“, was in der deutschen Sprache „das Zwiebel Routing“ bedeutet und den Grundsatz der „schalenweisen“ Chiffrierung und Übertragung der Informationen beschreibt. Im Gegensatz zum Clear Web haben Nutzer und Webserver hierbei keinerlei unmittelbaren Kontakt untereinander. Die Kommunikation wird stets über mehrere Zwischenstationen – dem Entry-Point, den Tor-Knoten und dem Exit-Node betrieben, die jeweilig nur das anschließende Ziel überblicken. Der gesamte Weg der Verbindung mit Ursprung, Absicht und allen Knoten bleibt den Teilnehmern damit gänzlich geheim und ist auf keinen Fall überprüfbar.

Von diesem Schutzmantel dieser verschleierten Identität profitieren insbesondere Menschenrechtsaktivisten, Journalisten, Blogger und Whistleblower, die Dokumente namenlos beziehen oder auch publik machen wollen, da sie Folgen wie Verfolgung befürchten.
Dennoch nutzen heutzutage ebenfalls etliche Internetkriminelle diese Anonymität des Dark Webs, um etwa mit geklauten Geschäftsdaten, Kennwörtern und Kreditkartennummern zu dealen, verbotene Produkte und Services wie Ransomware-as-a-Service, Waffen, Drogen wie auch illegales pornografisches Material zu verkaufen oder etwa aber deren bevostehenden Internetangriff zu organisieren.

Illegale Netzwerke überwachen – Angriffe rechtzeitig abwehren!

Mit dem Ziel, dass sich Betriebe proaktiv vor Risiken aus dem Dark Web schützen können, werden vermehrt Dark Web-Überwachungstools sowie Darknet-Scans eingesetzt.

Dark Web-Überwachungswerkzeuge sowie Darknet-Scans durchsuchen rund um die Uhr tausende von einschlägigen Handelsplattformen sowie Foren im Deep Web und Dark Web nach einsichtig gemachten und gestohlenen Geschäftsinformationen, die hinsichtlich eines womöglich unbemerkten Datendiebstahls, einer Datenpanne bzw. eines Datenlecks auf die illegalen Plattformen des Dark Webs gelangt sind. Sobald eine Einstimmigkeit aufgedeckt wird, empfangen die Betriebe eine Warnung, welche es ihnen ermöglicht, die erforderlichen Gegenmaßnahmen zu starten. Dazu gehören etwa das Zumachen von Sicherheitslücken, das Wechseln von Kennwörtern oder das Sperren von Kreditkarten.

Mit regelmäßiger Dark Web-Überwachung und Darknet-Scans Internetangriffe abwehren

Die Risiken aus dem Dark Web nehmen permanent zu. Immer öfter werden aufgrund von Datenpannen, Datenlecks oder auch Internetangriffen wichtige Geschäftsdaten ergattert, welche auf den illegalen Schwarzmärkten des Dark Webs gehandelt werden. Hierbei reicht das Wissen eines einzelnen Kennwortes aus, so dass sich Internetkriminelle Zugriff zum kompletten Unternehmensnetzwerk verschaffen können.

Dennoch lassen sich mittlerweile viele Dark Web-Bedrohungen durch proaktive IT-Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise die Verwendung von Dark Web-Beaufsichtigung, Darknet-Scans aber auch durch geregelte IT-Sicherheitsschulungen verringern.
Möchten auch Sie Ihre wertvollen Vermögenswerte mit Hilfe einer Dark Web-Überwachung auf lange Sicht vor Internetbedrohungen jeglicher Art schützen? Oder haben Sie noch Anliegen zum Thema Darknet-Scans oder Dark Web Monitoring? Sprechen Sie uns an!

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