Die wichtigsten Fördermittel für Ihr Unternehmen!

7. Mrz 22

Die Digitalisierung ist ein weltweites Phänomen. Mit dem Ziel, dass die Firmen in unserem Land mit dieser Energie des multimedialen Wandels mithalten können, hält der Staat viele Förderprogramme für Digitalisierungsmaßnahmen bereit. Welche Förderprogramme zur Digitalisierung in den jeweiligen Unternehmen entscheidend sind, erfahren Sie in dem vorliegenden Blogartikel.

Irrelevant ob Start-up, Mittelstand oder Großkonzern: Der digitale Wandel betrifft heutzutage ein jedes Unternehmen und jeden Sektor. Einerseits bringen digitale Technologien neue Lösungen der Geschäftskommunikation, der dezentralen Kooperation und der Interaktion mit Geschäftspartnern, Kunden und Zulieferern. Auf der anderen Seite bringt die Digitalisierung wichtige Anregungen, existierende Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle zu hinterfragen, diese neu zu organisieren und somit wichtige Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Ungeachtet eines großen Bewusstseins für die Dringlichkeit des digitalen Wandels, fehlen einigen Unternehmen, hauptsächlich mittelständischen Unternehmen, das erforderliche Know-How und die monetären Mittel, um die individuelle Digitalisierung voranzutreiben.

Vor allem Letzteres zählt mit 43 % im Abgleich zu den Vorjahren, entsprechend der repräsentativen Befragung seitens Bitkom als eine der bedeutendsten Digitalisierungshürden – gefolgt von dem Datenschutz (69 Prozent), den Ansprüchen an die technische Sicherheit (58 Prozent) und den nicht vorhandenen Fachleuten (55 Prozent).

Und genau dort setzen diese Förderprogramme an. Abgesehen von guten Rahmenbedingungen geben diese die richtigen Anregungen sowie Anreize für den digitalen Wandel in den Betrieben. Im gleichen Atemzug betreuen sie die jeweiligen Firmen damit ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu kräftigen und zu bewahren.

Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierungsförderung!

Der Mittelstand gilt als Rückgrat der deutschen Ökonomie.
Sogar mehr noch: Er ist Garant für Beständigkeit, Treiber für Innovation wie auch Weiterentwicklung.

Damit die Betriebe die ökonomischen Potenziale des digitalen Wandels ausschöpfen können, stellt der Staat eine Menge interessanter Förderprogramme für Digitalisierungspläne bereit. Das Angebot geht hierbei von der Unterstützung externer Beratungsservices über die Förderung von Forschungs- wie auch Entwicklungsprojekten bis zur Förderung marktorientierter Technologien.

Die meisten Förderprogramme zur Digitalisierung adressieren mittelständische Unternehmen. Die Fördermittel stehen hierbei generell in Form von finanziellen Förderungen bzw. Digitalisierungskrediten zur Verfügung. Im ersteren Fall bekommen die Betriebe einen nicht zurückzuzahlenden Zuschuss von 30-80 % ihrer zuwendungsfähigen Kosten. Digitalisierungskredite werden hingegen zu einem ausgesprochen günstigen Zins für bis hin zu zehn Jahre herausgegeben, wobei mitunter auch Haftungsfreistellungen oder ebenso Tilgungszuschüsse vergeben werden.

Bundesweite Förderungen im Überblick!

Grundsätzlich haben alle Förderprogramme für die Digitalisierung das selbe Ziel:
Die digitale Autonomie des inländischen Mittelstandes zu erweitern sowie diese zu garantieren. Die zuwendungsfähigen Ausgaben hängen dabei merklich vom jeweiligen Förderprogramm und deren Förderintention ab.

Darauffolgend stellen wir fünf nennenswerte Förderprogramme auf Bundesebene vor:

• Digital Jetzt

Das Förderprogramm „Digital Jetzt“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, kurz BMWi, richtet sich an mittelständische Unternehmen mit bis zu 499 Angestellten mit einer Förderung von bis zu 50.000 €. Das Förderprojekt ist in zwei Bereiche unterteilt.
o Modul 1 unterstützt die Realisierung von digitalen Lösungen und Plattformen sowie die Digitalisierung von Prozessen.
o Modul 2 fördert Qualifizierungsmaßnahmen von Angestellten zu digitaler Kompetenz.

Go digital

Das Förderprogramm „go digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, kurz BMWi, adressiert mittelständische Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten sowie höchstens 20 Mio. Euro Umsatz mit einer Förderung über max. 16.500 Euro. Mit dem Förderprojekt werden Beratungsleistungen für die digitale Umwandlung in den Bereichen IT-Sicherheit, Digitale Markterschließung und digitalisierte Geschäftsprozesse unterstützt.

Dabei
o werden höchstens 30 Beratertage zu einem Höchstsatz von 1.100 Euro mit 50 Prozent gefördert und
o darf die Beratung lediglich von einem anerkannten Consultant übernommen werden.
o sind zwei Beratertage zum Themenbereich „IT-Sicherheit” obligatorisch.

Entscheidender Hinweis: Im Zuge der Corona-Pandemie wurde das Modul „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ um die Umsetzung von Homeoffice-Orten erweitert. Das bedeutet, dass der Aufbau sowie das Installieren der zugehörigen Hardware sowie Software, die dabei zum Gebrauch kommt und über die gängigen Ansprüche hinausgeht, bezuschusst werden.
Von der Bezuschussung nach wie vor nicht berücksichtigt sind hingegen bloße Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware.

• Förderung unternehmerischen Know-hows

Im Rahmen des Förderprogramms „Förderung unternehmerischen Know-hows” des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, knapp BAFA, werden mittelständische Firmen mit bis zu 250 Beschäftigten bezuschusst. Konkret richtet sich die Hilfe an:

o Startups / Jungunternehmen mit 4.000 Euro,
o Bestandsunternehmen (älter als zwei Jahre) mit 3.000 € und
o Firmen in Schwierigkeiten mit 3.000 €

Bei Start-Ups sowie Bestandsunternehmen werden generelle Beratungen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Anliegen der Unternehmensführung gefördert. Das heißt, dass sie sich ebenfalls bei einer technischen Konsultation, etwa bei der Implementation neuer Software-Systeme, oder etwa einer organisatorischen Beratung, zum Beispiel bei der Implementation agiler Maßnahmen unterstützen lassen können.

Go-Inno (BMWI)

Mit dem Förderprogramm „go Inno“ fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, kurz BMWi, die Innovationsberatung von mittelständischen Betrieben mit bis zu 100 Beschäftigten und maximal 20 Mio. Euro Umsatz. Die Rahmenbedingungen des Programms sind analog zu denjenigen von „go digital“. Allerdings ist eine Kombination beider Programme nicht realisierbar.

Wie bei „go digital“ dürfen Leistungen nur von autorisierten Beratungsunternehmen erbracht werden. Begünstigt werden Beratungsleistungen über drei Leistungsstufen

o Potenzialanalyse mit maximal 10 Tagewerken
o Realisierungskonzept mit höchstens 25 Tagewerken
o Projektmanagement mit maximal 25 Tagewerken

Im Zuge dessen sind die Ausgaben für einen Beratertag bis zu 1.100 € je Tagessatz zu 50 Prozent förderfähig.

• ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit

Der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau adressiert mittelständische Unternehmen mit maximal 500 Mio. € Umsatzvolumen. Förderfähig sind Investments und Betriebsmittel im Kontext mit Digitalisierungsvorhaben. Dies umfasst außer Strategien zur strategischen Anpassung des Unternehmens über digitale Plattformen auch organisatorische Vorkehrungen, mit dem Ziel Unternehmen agiler zu machen.

Hinweis: Zusätzliche Fakten sowie eine detailreiche Übersicht über zusätzliche Förderprogramme sehen Sie auf der Internetseite: https://digitaleneuordnung.de/blog/foerdermittel-digitalisierung/

Unstrittig: Der digitale Wandel sichert Ihre Zukunftsfähigkeit!

Es ist Zeit, dass Sie Ihre Digitalisierungsvorhaben verwirklichen und die Zukunftsfähigkeit Ihres Unternehmens sicherstellen!

Auf Grund der Vielzahl an Förderprogrammen zur Digitalisierung sind die Chancen gut, dass Firmen mit präzisen Digitalisierungsvorhaben auf wirtschaftliche Unterstützungsangebote in Form von monetären Förderungen oder zinsvergünstigte Digitalisierungskredite zählen können.

Haben Sie noch Unklarheiten zu den einzelnen Fördermöglichkeiten oder zu einem konkreten Digitalisierungsprojekt in Ihrem Betrieb?

Sprechen Sie uns gerne an!

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