HCI: Auf dem Weg zum modernen Rechenzentrum!

11. Jul 22

Hyperkonvergente Infrastrukturen: Auf dem Weg zum modernen Rechenzentrum!

Das Rechenzentrum bildet das Herzstück etlicher Unternehmen. Dennoch wird der Betrieb mit der zunehmenden Digitalisierung von unternehmensinternen Prozessen sowie einem Gebrauch seiner Anzahl unterschiedlichster Infrastrukturkomponenten diverser Hersteller ständig umfassender. Für eine Menge Betriebe stellt sich daher die Frage, wie man am besten schnell sowie mühelos für ergänzende Performance sorgen kann, ohne dabei die Komplexität sowie die IT-Kosten in die Höhe zu treiben. An dieser Stelle kommen hyperkonvergente IT-Landschaften ins Spiel. Um was es bei hyperkonvergenten Infrastrukturen geht, wo die Unterschiede zwischen hyperkonvergenten und konvergenten Infrastrukturlösungen sind und welche Pluspunkte hyperkonvergente Infrastrukturen bieten, zeigt selbiger Artikel.

Im Zeitalter von Industrie 4.0, Big Data, Internet der Dinge & Co. hängt der wirtschaftliche Gewinn von Unternehmen in erster Linie von der Kompetenz ab, neue Applikationen, Serviceleistungen und Waren in immer kürzeren Zeitabständen zuverlässig und variabel zur Verfügung zu stellen. Genau das setzt jedoch eine IT-Systemlandschaft voraus, die den steigenden Erfordernissen des digitalen Zeitalters die Stirn bietet und sich über eine hohe Skalierbarkeit, Agilität und Ausfallsicherheit auszeichnet.

Da eine traditionelle sowie mehrstufige Rechenzentrumsarchitektur mit ihrer vielschichtigen, heterogenen und starren Systemlandschaft den zeitgemäßen Ansprüchen immer minder gerecht wird, erlangen hyperkonvergente Infrastrukturen, knapp HCI (Hyper-Converged Infrastructure), immer mehr an Nachfrage – wie die Ergebnisse einer gegenwärtigen Studie von techconsult sowie gridscale zeigen.
Demnach erwägen oder aber konzipieren schon 2/3 der Unternehmen hierzulande den Umstieg auf hyperkonvergente Infrastrukturlösungen.

Dies ist auch absolut nicht überraschend, denn einem Whitepaper der International Data Corporation, knapp IDC, zufolge verbuchen Unternehmen, welche zu einer hyperkonvergenten Infrastrukturlösung tauschen, viele Optimierungen. Beispielsweise bis zu 50 % geringere Unterhaltskosten über fünf Jahre, 91 % geringere spontane Ausfallzeit, 50 % schnellere Entwicklungslebenszyklen für neue Features, 71 Prozent effizientere IT-Infrastruktur-Teams plus 93 Prozent weniger Personalzeit für eine Verfügbarmachung neuartiger Server.

Was ist eine hyperkonvergente Infrastruktur!

Bei hyperkonvergenten Infrastrukturen handelt es sich um einen Architekturansatz, bei dem unterschiedliche Infrastrukturkomponenten eines Rechenzentrums wie Server, Speicher, Netzwerk, Virtualisierungsplattform oder Managementsoftware in einem dezidierten System gebündelt werden. Hierbei setzen hyperkonvergente Infrastrukturen konsequent auf eine Virtualisierung und eine software-zentrierte Architektur. Das heißt, dass alle Infrastrukturkomponenten und integrierte Technologien von der Hardware separiert und als mobile Komponenten auf die Schicht des Hypervisors übermittelt werden. Die Hypervisor-Software formt die komplette IT-Infrastruktur in einer virtuellen Umgebung ab und verteilt die Rechen- sowie Speicherressourcen gleichmäßig auf die verschiedenen Infrastrukturkomponenten.
Hyperkonvergente Systeme funktionieren somit grundsätzlich wie Cloud-Dienste: Auf einer abstrahierten Ebene werden Services angeboten, die auf virtuellen Servern funktionieren, wobei die Hardware-Lösung im Hintergrund für den Anwender weder präsent noch von Bedeutsamkeit ist.

Was unterscheidet hyperkonvergente Systeme von konvergenten Systemen?

Obwohl konvergente als auch hyperkonvergente Infrastrukturlösungen die Komplexität heterogener Rechenzentren lösen, gibt es ebenso große Differenzen im Hinblick auf den Umgang mit Ressourcen.
Bei solch einer konvergenten Infrastruktur werden die einzelnen Infrastrukturkomponenten aufeinander zugeschnitten und in einer sogenannten Appliance orchestriert. Dabei bleiben selbige grundsätzlich unabhängig voneinander, weshalb sie abgekoppelt benutzt, skaliert werden können – aber ebenso administriert sowie gewartet werden sollten.

In einer hyperkonvergenten Infrastrukturlösung dagegen steht, wie schon erwähnt, die Software im Zentrum und erlaubt die Administration, Bedienung sowie Beaufsichtigung sämtlicher Elemente und zugehörigen Technologien von einem zentralen Mechanismus aus.

Über die engere Verzahnung der einzelnen Softwarekomponenten gehen hyperkonvergente Systeme über die reine Rechenkapazität, den Speicher, das Netzwerk sowie die Virtualisierung hinaus. Auf diese Weise enthalten hyperkonvergente Systeme oft auch Technologien etwa Daten-Deduplizierung, Datenkomprimierung für den Transport über das Netzwerk oder aber WAN-Optimierung. Außerdem beinhalten hyperkonvergente Infrastrukturlösungen Gateways für die Cloud-Anbindung oder lassen sich in ein Desaster-Recovery-Konzept einbetten, das mehrere Rechenzentren umfasst. Die Verwaltung sowie Steuerung der gesamten IT geschieht bei HCI über eine zentrale Software-Plattform, meist in Form eines Web-Frontends.

Die wichtigsten Vorteile von HCI auf einen Blick!

Hyperkonvergente Infrastrukturen haben sich in den vergangenen Jahren zu einer echten innovativen Alternative zur konventionellen Rechenzentrumsinfrastruktur entwickelt.
Die Vorteile von hyperkonvergenten Systemen plädieren für sich:

Hyperkonvergente Infrastrukturen sind unter anderem
o erweiterbar, flexibel sowie agil, da innovative IT-Services und Server bei Bedarf rasch zur Verfügung gestellt und eingebunden werden können.
o effizient und entlastend, da diese die Kompliziertheit mindern und einen erheblich kleineren administrativen Aufwand verursachen. Zudem lassen sich Standard-Anwendungen automatisieren.
o leistungsstark, da alle Systemkomponenten enger miteinander verzahnt sind und benötigte Ressourcen optimal verteilt werden.
o kosteneffizient, da Unternehmen nur für Ressourcen zahlen, welche sie de facto brauchen.
o hochverfügbar plus sicher, weil zum einen Backup-Vorgänge und Wiederherstellungsfunktionen im Vorfeld vorinstalliert sowie automatisiert sind. Zum anderen alle Komponenten digital vertreten sind, damit Anwendungen sowie Services ohne Datenverlust oder auch Systemausfälle ausgetauscht werden können.

Warum Sie auf hyperkonvergente Infrastrukturen setzen sollten!

Für agile Unternehmen sind Vielseitigkeit sowie Skalierbarkeit wichtige Faktoren für eine Wettbewerbsfähigkeit und letztlich für einen Geschäftserfolg. Hyperkonvergente Infrastrukturen formen hierzu als schlanke „All-in-One-Lösung eine ordentliche Grundlage. Hinsichtlich der guten Skalierbarkeit gekoppelt mit der vereinfachten Bereitstellung von IT-Ressourcen und einem leichten Monitoring sowie Management sind hyperkonvergente Infrastrukturen für alle Betriebe, die das Rechenzentrum zukunftssicher und flexibel positionieren wollen, empfehlenswert.

Wollen auch Sie Ihre Rechenzentren mit einer hyperkonvergenten Infrastrukturlösung zentralisieren plus komprimieren und hiermit langfristig erhöhte IT-Kosten sparen? Oder haben Sie noch Fragen zum Thema? Kontaktieren Sie uns gerne.

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